Heizlast
Die Gebäudeheizlast beschreibt die benötigte Leistung im Auslegungsfall. Sie ist der Startpunkt jeder Dimensionierung.
Die passende Wärmepumpe ergibt sich nicht aus einem einzelnen kW-Wert. Entscheidend ist, ob Heizlastkurve, Leistungskurve, Modulationsbereich, Vorlauftemperatur und Effizienzwerte zum Gebäude passen.
Kurz erklärt
Eine Wärmepumpe wird ausgehend von der Gebäudeheizlast dimensioniert. Danach wird geprüft, welche Heizleistung sie bei relevanten Betriebspunkten wie A-7/W35 liefert, wie weit sie modulieren kann und wie COP, SCOP, JAZ und Bivalenzpunkt zur realen Anlage passen.
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English version available: Heat pump sizing
Die Gebäudeheizlast beschreibt die benötigte Leistung im Auslegungsfall. Sie ist der Startpunkt jeder Dimensionierung.
Sie zeigt, welche Heizleistung eine Wärmepumpe bei bestimmten Außentemperaturen und Vorlauftemperaturen liefern kann.
Der Modulationsbereich entscheidet, ob die Wärmepumpe in Übergangszeiten ruhig laufen kann oder häufig taktet.
Er markiert den Bereich, ab dem ein Zusatzwärmeerzeuger unterstützen kann. Der Punkt ist projektspezifisch.
Effizienzwerte sind nur vergleichbar, wenn Betriebspunkt, Klimazone und Temperaturniveau klar sind. Ein hoher COP bei W35 sagt wenig über den realen Betrieb bei W55 aus.
| Kennwert | Bedeutung | Wichtig bei Vergleich |
|---|---|---|
| COP | Leistungszahl an einem definierten Betriebspunkt, etwa A-7/W35 | Nur bei identischem Betriebspunkt und Vorlauf vergleichen |
| SCOP | Saisonaler Normwert für definierte Klimazonen und Temperaturniveaus | Nicht mit realem Verbrauch gleichsetzen |
| JAZ | Jahresarbeitszahl im konkreten Gebäude oder als Planungswert | Abhängig von Systemgrenze, Vorlauf, Nutzung und Hydraulik |
`A-7/W35` bedeutet Außenluft minus 7 Grad Celsius und Heizwasser-Vorlauf 35 Grad Celsius. Wird derselbe Verdichter bei `W55` betrieben, kann die Effizienz deutlich niedriger liegen. Deshalb muss jedes Datenblatt mit dem realen Vorlaufniveau gelesen werden.
Die bessere Wärmepumpe ist die, deren Leistung, Modulationsbereich und Effizienz zu Gebäude, Vorlauftemperatur und Betriebspunkt passen. Eine höhere Maximalleistung kann schlechter sein, wenn die Mindestleistung zu hoch ist.
Raumheizlasten summieren und Plausibilität über Gebäude, Standort und Nutzung prüfen.
Heizkörper, Fußbodenheizung und Systemtemperaturen bestimmen die reale Effizienz stark mit.
Leistung bei A-7/W35, A2/W35 und A7/W35 sowie Mindestleistung und Einsatzgrenzen vergleichen.
Zusatzwärmeerzeuger, Heizstabanteil, Warmwasser, Sperrzeiten und Abtauvorgänge einordnen.
Prometo verbindet PDF-Grundriss, raumweise Heizlast, spezifische Last, Bivalenzpunkt, Flächensystem und hydraulischen Abgleich in einem Projektmodell. So wird die Wärmepumpen-Auslegung nicht isoliert, sondern im Gebäudekontext vorbereitet.
Die konkrete Herstellerdimensionierung und Förderprüfung bleiben projektspezifisch. Prometo liefert die strukturierte technische Arbeitsgrundlage.
Ausgangspunkt ist die Gebäudeheizlast bei Normaußentemperatur. Danach werden Leistungskurve, Modulationsbereich, Vorlauftemperatur, Warmwasser, Sperrzeiten, Abtauvorgänge und Bivalenzstrategie geprüft. Ein einzelner kW-Wert reicht nicht aus.
Der COP beschreibt die Effizienz an einem definierten Betriebspunkt. Der SCOP ist ein saisonaler Normwert für definierte Klimazonen und Temperaturniveaus. Die JAZ beschreibt die anlagenbezogene Jahresarbeitszahl im konkreten Gebäude oder als Planungswert.
Nein. Entscheidend ist, ob Leistung, Mindestleistung, Modulationsbereich, COP/SCOP, Vorlauftemperaturfähigkeit und Einsatzgrenzen zum Gebäude passen. Eine zu hohe Mindestleistung kann in Übergangszeiten häufiges Takten verursachen.
A-7/W35 beschreibt einen Betriebspunkt: Außenluft minus 7 Grad Celsius und Heizwasser-Vorlauf 35 Grad Celsius. COP- und Leistungswerte sind nur sinnvoll vergleichbar, wenn Betriebspunkt und Temperaturniveau identisch sind.
Schematische Darstellungen und Beispielkurven auf dieser Seite sind keine Herstellervergleiche. Für konkrete Projekte müssen reale Herstellerdatenblätter, Betriebspunkte, Einsatzgrenzen, aktuelle Förderbedingungen und die projektspezifische Heizlast geprüft werden. Alle Angaben ohne Gewähr.